BK 2103 Einführung

Berufskrankheit 2103        Einführung:

Unter einer Berufskrankheit nach Nr. 2103 der Berufskrankheitenverordnung werden Erkrankungen zusammengefasst, die durch Erschütterungen bei Arbeit mit Druckluftwerkzeugen oder gleichartig wirkenden Werkzeugen oder Maschinen entstehen.

Im Folgenden sollen die medizinischen gutachterlichen Aspekte dargestellt werden, die im Zusammenhang mit der Berufskrankheit Nr. 2103 bedeutsam sind. Die Darstellung dieser medizinischen Sachverhalte erfolgt in allgemein verständlicher Weise. Hierbei werden spezielle medizinische Vorkenntnisse nicht vorausgesetzt

Problemstellung an einem Beispiel aus der Gutachterpraxis:

Das unten dargestellte Röntgenbild gehört zu einem Patienten mit langjährigen Schulterschmerzen. Die Beschwerden traten im Alter von 58 Jahren erstmals auf. Im Alter von 23 – 38 Jahren war der Mann im Bergbau unter Tage tätig Die Arbeitstechnischen Voraussetzungen für eine BK 2103 liegen vor.

Die gestellte Frage an den medizinischen Gutachter lautet, ob auch aus medizinischen Gründen eine Anerkennung als Berufskrankheit nach Nr. 2103 gerechtfertigt ist.

Arthrose_Schultergelenkdas Röntgenbild zeigt eine weit fortgeschrittene Arthrose des Schultergelenkes als Ursache der Beschwerden

  • Bei physikalischer Betrachtung sind Erschütterungen und Vibrationen mechanische Schwingungen, die von Maschinen erzeugt werden und über die Handgriffe dieser Maschinen auf die Hand, den Arm und die Schulter übertragen werden.
  • Hierbei stellen besonders die tiefen Frequenzanteile solcher Vibrationen  (zwischen 5 -50 Hz) das besondere Gefährdungspotenzial dar.
  • Hier kann es nach längerer Einwirkung zu krankhaften Veränderungen an Gelenken und Knochen im Arm, Hand und Schulterbereich kommen.
  • Hierbei sind besonders die Gelenke einer Gefährdung ausgesetzt

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