BK 2113 Einführung

Das Karpaltunnelsyndrom ist als Berufskrankheit 2113 anerkannt.

 

Bei welchen Berufen ist besonders mit dem Auftreten eines Karpaltunnelsyndroms zu rechnen?

Das höchste Erkrankungsrisiko für ein Karpaltunnel–Syndrom besteht bei:

  • Fleischverpackern
  • Fließbandarbeitern in der Automobilindustrie
  • Forstarbeitern bei Tätigkeit mit Motorsägen und dergleichen
  • Kassierern im Supermarkt, die Lasten umsetzen
  • Masseuren
  • Polsterern

 

Hinweis:

die obige Aufzählung Berufsgruppen, die ein besonderes Risiko haben an einem Karpaltunnelsyndrom zu erkranken, kann nicht vollständig sein, da bei den Untersuchungen seltene Berufsgruppen – und besondere Tätigkeiten eines einzelnen Menschen – kaum in Studien zu erfassen sind.

Welche Beschwerden sind für das beruflich verursachte Karpaltunnelsyndrom typisch?

Gleichgültig ob krankheitsbedingt oder berufsbedingt kommt es beim Karpaltunnelsyndrom typischerweise zu folgenden Beschwerden und Symptomen:

  • Anfänglich nächtlichen Schmerzen in der Hand und im Arm,
  • Minderung des Hautgefühls besonders an Daumen, Zeige- und Mittelfinger,
  • Missempfindungen besonders an Daumen, Zeige- und Mittelfinger,
  • im fortgeschrittenen Fall Minderung der Daumenballenmuskulatur.

Wie wird die Krankheit Karpaltunnelsyndrom diagnostisch gesichert?

Das Karpaltunnelsyndrom wird diagnostiziert durch die oben genannten typischen Beschwerden sowie durch die klinische Untersuchung.

Neben der Minderung des Hautgefühls und der eventuell sichtbaren Verschmächtigung der Daumenballenmuskulatur gibt es Provokationstests, die die Diagnose eines Karpaltunnelsyndroms untermauern.

Eine nervenärztliche Untersuchung mit Bestimmung der Leitgeschwindigkeit des Nervus medianus (ENG / EMG) untermauern die Diagnose.

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