BK 2101 Berufliche Belastung

Informationen zu beruflichen Belastungen, die zu einer Berufskrankheit (BK-2101) führen können

  1. Hochfrequente immer wieder gleichförmig ausgeübte feinmotorische Tätigkeit, die bei einer unphysiologischen Achsenstellung des Handgelenkes ausgeübt wird
  2. Forcierte starkes Strecken des Handgelenkes (wie es z. B. bei Arbeiten mit Hämmern und Tennisspielen)
  3. immer wiederkehrende Drehungen der Hand bzw. des Unterarmes (häufiges Arbeiten mit einem Schraubenzieher
  4. Überbeanspruchung bei nicht gewohnter Arbeit (fehlende Anpassung). Besonders wenn diese Arbeiten in einer Position der Hand durchgeführt werden, die von der Normalstellung (Ruhestellung) der Hand abweicht.
  5. häufiges Arbeiten mit einer Tastatur oder Maus, wenn die Sehnen der Finger oder des Handgelenkes zum Unterarm in einem unphysiologischen (funktionell ungünstigen) Winker steht
Handgelenk_BK_2101

häufige unnatürliche Handposition als Gefährdung für eine BK-2101

in Kürze:

Besonders ungünstig wirkt sich eine unnatürliche Stellung des Handgelenkes bei der Entstehung einer BK-2101 aus.

In der Abb. ist die Stellung einer Hand gezeigt, bei der der Verlauf der Strecksehnen vom Unterarm zur Hand stark umgelenkt wird

Besonders gefährdete Berufe oder Tätigkeiten:

  • professionelle Pianisten
  • Montierer mit häufig schraubenden Belastungen
  • Büglerinnen
  • Obstplücker

Untypische Belastungen:

  • Langjährige Schwerarbeit (auch am Fließband)
  • Massage

Zeitliche Voraussetzungen:

  • täglich mindestens 3 Stunden Ausübung der gefährdenden Tätigkeit
  • Ausübung der gefährdenden Tätigkeit von 5 Jahren oder mehr

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