Radiusfraktur Klassifikation

Vereinfachte Klassifikation der Radiusfraktur:

In ärztlichen Gutachten finden sich vielfach Begriff die auf Klassifikation der Speichenbrüche Bezug nehmen: Daher sollen hier die häufigsten Fachbegriffe kurz erläutert werden:

Im handchirurgischen und unfallchirurgischem Fachgebiet gibt es eine Vielzahl von Klassifikationen der Radiusfraktur:

1. Collesfraktur:

Hier handelt es sich um eine Fraktur des körperfernen Radius, die typischerweise bei Sturz auf das gestreckte Handgelenk passiert.

2. Smith-Fraktur:

Gelegentlich ereignet sich der Sturz auch bei gebeugtem Handgelenk. Solche Brüche sind meist recht problematisch.

Wichtig für die Begutachtung zu unterscheiden sind primär verschobene und nicht verschobene Frakturen sowie im Gelenkbereich und außerhalb des Gelenkbereichs gelegene Frakturen.

Zum Verständnis gutachterlicher Aspekte ist die Klassifikation der Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthesefragen besonders hilfreich.

Hier werden prinzipiell drei Typen unterschieden:

Typ A: 
Hierbei handelt es sich um Frakturen, die außerhalb der Gelenkfläche liegen (extraartikulär).

Typ B:
Hier ist zumindest teilweise eine Bruchfläche in der Gelenkzone.

Typ C:
Hier liegt die gesamte Fraktur in der Gelenkfläche.

Fixateur_RadiusfrakturBeispiel eine C-Fraktur:

Trotz Versorgung mit einem Fixateure externe ist die Frakurzone noch gut sichtbar. Neben der quer verlaufenden Frakturlinie verläuft eine weitere in die gelenkfläche des Handgelenkes

Frakturen dieses Typs haben eine lange Behandlungsdauer und häufig eine MdE im rentenberechtigtem Ausmaß

in Kürze:

Ein Vielzahl von Klassifikationen der Radiusfraktur sind in Hand- und Unfallchirurgie in Gebrauch:

In machen Gutachten werden Begriffe wie Colles-Fraktur, B2-Fraktur, C3-Fralktur usw. synonym für die Radiusfraktur des konkreten Falles verwendet

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